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Ökologische Dämmstoffe für den Hausbau

Der ideale Dämmstoff ist leider nicht vorhanden. Dämmstoffe aus Kunststoff stammen aus einer umweltschädlichen Prozeßkette und enthalten meist zuviel Primärenergie. Mineralische Dämmstoffe bergen gesundheitliche Risiken oder sind gleichfalls energieaufwendig.

Ökologische Dämmstoffe - bestehend aus nachwachsenden Rohstoffen - bieten Alternativen.  Als Vorteile sind hervorzuheben:

  • niedriger Energieeinsatz bei der Herstellung und beim Transport
  • Langlebigkeit
  • keine oder geringe gesundheitliche Beeinträchtigungen bei der Verarbeitung
  • diffusionsoffene Bauweise
  • hohe Brandsicherheit
  • niedriger Ausgabepreis je m²

Sie eignen sich aber nicht für jede Anwendung.

Die Gesamtproblematik der Wärmedämmung einer Gebäudehülle konnte nur im Hinblick auf die im Handel angebotenen ökologischen Dämmstoffe im Überblick behandelt werden. Für spezielle Interessenten vermittelt das TGZ Bautzen als Netzwerkkoordinator konkrete Ansprechpartner.

Wichtig bei einer Altbausanierung ist vor der Planung der Dämmung der Gebäudehülle eine meßtechnische Zusatzanalyse. Hierzu stehen heute moderne Meßverfahren zur Verfügung, die Infrarot-Meßtechnik und die Luftdichtigkeitsprüfung der Gebäudehülle.

In der Oberlausitz haben sich zwei Hersteller von ökologischen Dämmstoffen angesiedelt.

Die ISO COTTON GmbH auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerkes Hagenwerder stellt Dämm- und Vliesstoffe aus Baumwolle her. Und die REGA GbR mbH Thieme und Kunze in Großröhrsdorf bringt die selbstentwickelten REGA-Dämmplatten aus Zellulose auf den Markt.

Kontakt:

Infrarot-Messtechnik
Dipl.-Ing. Scheibe
Heidestraße 22c
01474 Dresden-Weißig
Tel. 03 51 / 2 16 40 44
Fax 03 51 / 2 16 40 45
ISO COTTON GmbH
Hauptstraße 101
02899 Ostritz / OT Leuba
Tel.  0172 / 3 42 01 81
Fax 03 41 / 6 01 26 32
REGA GbR mbH
Thieme und Kunze
Ungerstraße 4
01900 Großröhrsdorf
Tel. 03 51 / 8 30 31 90
Fax 03 51 / 8 30 31 90

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Baumwolle

Baumwolldämmstoff ist ein faserreiner Dämmstoff und besitzt bauphysikalisch interessante Eigenschaften. Er ist in der Lage, den Feuchtigkeitshaushalt auszugleichen, den Schall gut zu absorbieren und ist diffusionsoffen. Als Grundstoff für die Herstellung dienen 57 % Baumwolle aus Abfällen der Textilindustrie und 40 % Rohbaumwolle aus zertifiziertem ökologischen Landbau. Durch Beifügung von nur 3 % Borsalz wird die Entflammbarkeit der Baumwolle herabgesetzt, das Brandverhalten auf B2 verbessert, sowie die Resistenz gegen Pilzbefall, Schimmel- und Fäulnisbildung und Schädlinge erreicht.

Dämmstoffe aus Baumwolle werden als Matten, Flocken und Filze hergestellt. Matten können auf Grund ihrer geringen Rohdichte nicht druckbelastet werden. Sie eignen sich vor allem für die Vollsparren, Zwischensparrendämmung und zur Hohlraumdämmung von Trenndecken und von Trennwänden im Innenausbau.

In Zusammenarbeit mit der Gruppe Fels wurden Konstruktionen entwickelt, wo unter Einsatz von Fermazellplatten Feuerwiderstände im F30 B bis F 90 B erreicht werden.

Dämmfilz eignet sich hervorragend zur Trittschalldämmung unter Parkett und Trockenestrichen.

Baumwolldämmstoffe sind schadstoffrei, als baubiologisch empfehlenswert eingestuft und bauaufsichtlich zugelassen

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Flachs

Flachs ist eine besonders widerstandsfähige, heimische Pflanze. Er kann in fast allen Bereichen des täglichen Lebens eingesetzt werden, z. B. für Kleidung, Nahrung (Leinsamen) und Farben, so auch als Dämmstoff. Flachs wird zu plastischen und formstabilen Dämmstoffplatten (40 – 140 mm) verarbeitet. Diese können dann einfach zwischen die Sparren geklemmt werden, ohne zu verrutschen. Ferner gibt es Flachs auch als Flachsfilz, Flachsstreifen und Stopfmaterial. Er kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Diese natürliche Eigenschaft beugt Bauschäden vor und schafft ein angenehmes Wohnklima.

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Holzweichfaserplatten

Zur Herstellung dieses Dämmstoffes wird langfaserige Holzwolle unter Zusatz hochwertiger, natürlicher Materialien zu einer Bauplatte gepreßt. Einer der preisgünstigsten natürlichen Stoffe sorgt für ideale Wärmedämmung: 70 % Luft sind in den Platten enthalten. Holzweichfaserplatten eignen sich gleich gut zur Schall- und Wärmedämmung. Da sie dampfdiffusionsoffen sind, eignen sie sich besonders gut für unbelüftete Dach- und Wandvolldämmung. Ein weiterer Vorteil: Der Dämmstoff ist ein guter Putzträger.

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Kork

Kork ist ein Naturprodukt, das sich ohne fremde Beimischungen oder Bindemittel zur Dämmung eignet, da die im Kork enthaltenen Harze einen natürlichen Klebstoff bilden. Dämmkork ist sowohl als Plattenware (Stärke 20 – 100 mm) als auch als loser Korkschrot erhältlich. Ersterer wird zur Dämmung von Boden, Wand und Decke sowie Dach verwendet. Naturkorkschrot kann je nach Körnung für Schüttungen und schwimmenden Estrich, zur Dämmung zwischen Balkenlagen oder zur Außendämmung von Wand und Dach eingesetzt werden. Ökologisch betrachtet hat Kork den Vorteil, dass er bei der Entsorgung leicht verrottbar ist. Die Rohstoffquelle ist erneuerbar. Der Energieaufwand bei der Herstellung von Korkplatten ist gering.

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Schafwolle

Schafwolle zeigt gute Dämmeigenschaften, ist hautsympathisch und von Natur aus brandhemmend. Sie ist die atmungsaktive Naturfaser überhaupt und nimmt bis zu 40% des Eigengewichtes an Feuchtigkeit auf, kann sie im Faserinneren speichern und durch Verdunstung wieder abgeben.

Vor Mottenbefall muß sie jedoch geschützt werden. Diese z. Z. angewendeten Technologien sind nicht unproblematisch: Verbindungen der Chlorchemie sind abzulehnen. Sie haben in einem Naturprodukt nichts zu suchen. Häufig angewendet werden Borsalzimprägnierungen. Und die wirken nur dauerhaft gegen Motten, wenn Sie auf der Faser fixiert werden. Die häufig angewandte Latexierung beeinträchtigt die Gebrauchswerteigenschaften.

Wolldämmstoffe von größerer Dicke benötigen ein "Stützkorsett" aus Polyester. Der Kunstfaseranteil kann bis zu 20% des Produktes ausmachen. Damit wird ein späteres Recycling erschwert. Wird minderwertige Restwolle verwendet, dann ist auch mit erhöhter Staub- und Faserbelastung der Luft zu rechnen.

Vor dem Einsatz von Schafwolle sollte man sich die bauaufsichtliche Zulassung vorlegen lassen.

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Dämmplatten aus Zellulose

Eine völlig neue Klasse von preiswerten Dämmstoffen besteht aus Altpapier, chemisch unbehandelten Holzabfällen und gegebenenfalls weiteren Naturstoffen, wie Flachs, Hanf, Stroh o. ä., die in einem neuartigen Verfahren kalt mit silikalischen Bindern aufgeschäumt werden. Das Produkt REGA ist frei von schädlichen Chemikalien, offen gegen Wasserdampfdiffusion, brandsicher, preiswert und gut handhabbar. Dazu ist es alterungsbeständig und widerstandsfähig gegen Schimmelbildung, biologischen Befall oder Kleinnager. Neben den Dämmplatten gegen Kälte, Wärme und Schall kann vom Fachbetrieb Ortschaum zum Ausgleich von Unebenheiten im Fußbodenaufbau direkt eingebracht werden. Grundprinzip der Produktion sind kurze Transportwege und regionale Zusammenarbeit ortsansässiger Unternehmen. Altpapier und andere Ausgangsstoffe sind überall verfügbar, ihre Verarbeitung entlastet die Ökologische Gesamtbilanz. Das Produkt ist vollständig recyclebar.

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Zelluloseflocken

Zellulosedämmwolle besteht aus recyceltem Tageszeitungspapier, d. h. ein Holzprodukt. Sie ist mit Borsalzen versetzt und schützt so vor Brand und Schädlingen.

Der Dämmstoff wird entweder eingeblasen oder gesprüht. Er ist für Decken, Dächer und Wände geeignet.

Die Recyclefähigkeit ist voll gewährleistet und die Wiederverwendung nach Um- oder Abbau ist ebenso möglich.

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